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Football Leaks: Rote Karte für Fußballmillionäre


In seiner neuen Ausgabe berichtet “Der Spiegel” über die Steuervermeidungspraktiken von Fußballprofis wie Ronaldo, Özil und Mourinho, die durch ein Datenleck und der Arbeit des Journalistennetzwerks “European Investigative Collaboration” aufgedeckt wurden. Statt die Einnahmen aus Bildrechten in dem Land zu steuern, in dem die Fußballer aktiv sind, wurde diese Geschäfte über Firmen in Steueroasen wie Irland und den britischen Jungferninseln abgewickelt. Dort gelten bekanntermaßen deutlich niedrigere Steuersätze. Die Enthüllungen kommentiert Sven Giegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament:

“Das Datenleck ist eine rote Karte für Fußballmillionäre. Einnahmen, die aus sportlichen Leistungen folgen, müssen in dem Land versteuert werden, wo der Profi aktiv ist. Die Steuervermeidung der Fußballstars sind ein grobes Foulspiel am Gemeinwohl. Mit ihren Steuertricks schaden die Fußballmillionäre den Menschen, die ihnen im Stadion zujubeln. Die Fußballer verfehlen durch ihr gesellschaftschädliches Verhalten bei weitem ihre Vorbildfunktion für viele junge Menschen.

Die Fußballprofis nutzen eine besonders ausgeklügelte Steuertaktik und schleusen ihre Einnahmen in verschiedene Steueroasen. Ein weiteres Mal helfen Irland und Großbritannien beim Steuerdumping und bringen damit andere EU-Länder um ihre Einnahmen. Die Steuertricks der Fußballstars zeigen erneut, dass wir den Steuerwettbewerb in Europa mit gemeinsamen Mindeststeuersätzen für Unternehmen eindämmen müssen. Die EU-Kommission muss hier mit einem Gesetzesvorschlag nachlegen und die Bundesregierung ihren Druck erhöhen.

Der Steuersumpf der Fußballprofis sollte vom Untersuchungsauschuss für die “Panama Papers” im EU-Parlament aufgeklärt werden. Mit dem heutigen Mandat wäre der Ausschuss absolut in der Lage einen weiteren Steuervermeidungsskandal zu untersuchen. Wir dürfen Steueroasen innerhalb der europäischen Gemeinschaft nicht länger dulden. Fairplay gilt nur nicht nur auf dem Spielfeld, sondern umso mehr beim Steuern zahlen.”

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