DIE GRÜNEN | EFA im Europäischen Parlament Sven Giegold Am 25. Mai:Grün für ein besseres Europa
Newsletter Einstellungen verändern

Dijsselbloem disqualifiziert sich selbst


Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem sagte am Montag dieser Woche in einem Interview mit der FAZ im Hinblick auf die Eurokrise und das Verhätlnis von nördlichen und südlichen Ländern der Eurozone gesagt: „Aber wer [Solidarität] einfordert, hat auch Pflichten. Ich kann nicht mein ganzes Geld für Schnaps und Frauen ausgeben und anschließend Sie um Ihre Unterstützung bitten. Dieses Prinzip gilt auf persönlicher, lokaler, nationaler und eben auch auf europäischer Ebene.“ Das war eine bitterböse Beleidigung der Südeuropäerinnen und Südeuropäer. Gestern im Wirtschaftsausschuss des EU-Parlaments fragte mein spanischer Kollege Ernest Urtasun aus Barcelona bei Dijsselbloem nach, ob er sich für diese abfällige Bemerkung entschuldigen würde. Dijsselbloem verweigerte eine Entschuldigung, was seitdem in Spanien hohe Wellen schlägt.

Dazu sagt der wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, Sven Giegold:

 

“So spaltet man Europa auf übelste Weise! Seine Antwort ist beschämend. So darf ein Eurogruppen-Chef, der Verantwortung für die gesamte Eurozone trägt, nicht auftreten. Djisselbloem hat sich damit für eine Wiederwahl disqualifiziert!”

Das Video des Austausches sehen Sie hier:

3 Kommentare: “Dijsselbloem disqualifiziert sich selbst

  1. Jeroen Dijsselbloem sagt was er denkt und handelt gemäß diesem Denken kohärent. Das Problem: er denk falsch. Südländer sind nicht fauler oder arbeiten weniger (Schnaps und Frauen), die Technik und somit die Produktivität ist nicht gleich weit entwickelt wie in den nördlichen Ländern. Das Ergebnis der besseren Produktivität: das Kapital, ermöglicht es Abhängigkeiten zu schaffen. Das ist der Hintergrund von Jeroen Dijsselbloems vorgehen: dafür zu sorgen, das ärmere Länder die reicheren alimentieren.

  2. Ich habe mal den Herrn Dijsselbloem für einen dogmatischen Neoliberalen mit Hang zum libertären Zynismus gehalten. Das stützte sich auf sein Verhalten in politischen Kontroversen (u.a. Griechenland) und seine Wortwahl. Neulich musste ich feststellen, dass ich ein klein wenig geirrt habe. Er ist Sozialdemokrat. Und eindeutig ein Rassist („gruppenbezogene, herabsetzende Vorurteile“). Dass die Partei kürzlich abgestürzt ist….

  3. Es reicht!
    Diese Arroganz der Finanzdogmatiker in Brüssel ist langsam unerträglich.
    Sie verteidigen die Euro-Währung, dabei ist es ein Ablenkungsmanöver über die eigene Unzulänglichkeit und Verschlafenheit zur rechtzeitigen Bankenregulierung, die ins Finanzchaos der EU geführt hatte, hinweg zu täuschen?
    Wo bleibt der Respekt, Hr.Djisselbloem, vor den MEP Vertretern der Nationen, dessen Bürger/inen unter dieser Inkomptenz, Bsp.der Steueroasen , leiden müssen.

    Die Täuschung oder Märchenstunde der funktionierenden sozialen Marktwirtschaft, ist endgültig vorbei , es ist eine neoliberale unbarmherzige Marktwirtschaft, mit einem
    ungeheuren Finanzdruck -Austerität-für Mitglieder und dessen Bürger/innen zu leiden haben.
    Solche Vertreter richten ein Dammlockschwert und spalten!

    Herzliche Grüße
    sunny

3Schreibe einen Kommentar