DIE GRÜNEN | EFA im Europäischen Parlament Sven Giegold Am 25. Mai:Grün für ein besseres Europa
Newsletter Einstellungen verändern
EU-Kommissar Dombrovskis präsentiert das europäische Renten-Anlageprodukt PEPP

Europa-Rente: Europas Verbraucher profitieren von erstem europäischen Finanzprodukt


Die EU-Kommission legt heute einen Vorschlag für eine europaweite private Altersvorsorge vor. Der Verordnungsentwurf für europäische Vorsorgeprodukte namens „Pepp“ (Pan European Pension Product) soll europäische Qualitätsstandards für Altersvorsorgeprodukte festlegen. Dadurch wären diese Produkte EU-weit in andere Länder vergleichbar und übertragbar. Versicherungen, Banken, Fonds oder Vermögensverwalter könnten diese Produkte dann EU-weit anbieten. Den Vorschlag kommentiert der wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, Sven Giegold:

 

“Mit der Europa-Rente wächst Europa ein Stück weiter zusammen. Es ist eine deutliche Erleichterung, wenn europäische Bürger ihre private Altersvorsorge beim Umzug in ein anderes Land mitnehmen können. Die Europa-Rente ist das erste wirklich europäische Finanzprodukt für Verbraucher. Wenn für alle Anbieter die gleichen Regeln gelten, profitiert der Verbraucher von einem echten europäischen Wettbewerb unter Versicherungen. Bisher belasten Banken, Versicherungen und Fonds die Verbraucher mit unangemessen hohen Kosten wie bei der Riester-Rente. Diese Kosten wird die Europa-Rente durch Vergrößerung des Angebots und bessere Vergleichbarkeit senken. Dank einer einheitlichen europäischen Definition können Verbraucher viel leichter bessere und günstigere Angebote aus anderen Mitgliedstaaten nutzen. Die Europa-Rente fördert damit die Integration des Finanzmarkts und der Kapitalmarktunion. Es ist richtig, dass die Europäische Versicherungsaufsicht (EIOPA) die Aufsicht übernimmt. Selbstverständlich ist das PEPP-Angebot kein Ersatz für hocheffiziente Modelle wie der schwedische Bürgerfonds, der Altersvorsorgesparern Kapitalmarkterträge für 10% der üblichen Kosten eröffnet.

Die Bundesregierung muss ihre Einwände gegen die Europa-Rente ablegen und sich hinter den Vorschlag stellen. Die Bundesregierung hatte im Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Rates der Mitgliedstaaten mögliche Beeinträchtigungen der nationalen Sicherungssysteme kritisiert. Diese europäische Bedenkenträgerei aus Berlin ist völlig fehl am Platze. Während die deutsche Riester-Rente Verbraucher mit übermäßigen Kosten belastet, könnte die Europa-Rente ihnen mehr für weniger Geld bieten. Damit die Europa-Rente ein Erfolg werden kann, müssen die Mitgliedstaaten sie steuerlich genauso fördern wie nationale Produkte. Die Grünen werden sich im Europaparlament für einen Beschluss zur Unterstützung des Kommissionsvorschlags einsetzen.”

 

2 Kommentare: “Europa-Rente: Europas Verbraucher profitieren von erstem europäischen Finanzprodukt

  1. Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.
    Europaweite Rente, gut und schön, wer verdient daran? Die Österreichische Rente ist Spitze, warum nimmt man diese nicht als Vorbild? Wie sieht es in Deutschland mit den Pensionen der Politiker und der Beamten aus? Bekommen die auch dann ein besonders grosses Stück vom Kuchen, wenn sie es Genehmigen oder dient dieses neue Produkt auch nur zur Abzocke zu Gunsten der Aktien- Versicherungen? Vor einem halben Jahr wurde eine neue Variante der gesetzlichen Rente u.a. mit Hilfe der RV in D vorgestellt, statt bei AG-Vers. einzuzahlen, eine Öffnung der gesetzlichen für private Einzahlungen auf das eigene Konto würde wesentlich mehr Rente bringen als Riester-,Rürup-, Bahr Versicherungen. Bei diesen Europa-Versicherungen haben wir doch auch das Handicap der unterschiedlichen Bewertungen, liegen die tatsächlich dann offen vor, vor Vertragsabschluss, oder werden dann wieder die Gesetze geändert wie bei den deutschen Direktversicherungen, bei denen es mehrere Varianten gibt, aber trotzdem 2* Krankenkassenbeiträge bezahlt werden müssen

  2. Hallo,
    Worum geht es hier um Rentenfinanzverträge , die jfa bereits bestehen und je nach Eu Land weitergeführt werden.
    Hier sind dann auch konditionelle Veränderungen möglich und sind diese sind dann verbraucherfreundlich oder auch teuer, da es sich um private Produkte handelt.

    Das Wort Produkte für die Absicherung der Lebensleistung für’s Alter finde ich eine ziemliche kapitalistische Ausdrucksweise, die genaue Beschreibung lassen Sie einfach unter den Tisch fallen. Sie stimmen der Kommission einfach so zu?

2Schreibe einen Kommentar