DIE GRÜNEN | EFA im Europäischen Parlament Sven Giegold Am 25. Mai:Grün für ein besseres Europa
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Europe Calling: “Steuersumpf Europa?” mit der GRÜNEN JUGEND am Dienstag, 14.11.2017 um 19:30 Uhr


Aufzeichnung der Veranstaltung zum Nachschauen:

 


 

 

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte,

 

die Paradise Papers haben die Welt der Steueroasen erschüttert. 400 Journalisten haben ein Jahr lang 13 Millionen geleakte Datensätze von einer der größten und professionellsten Steueroasen-Rechtsanwaltsfirmen ausgewertet. Sie zeigen: Steuervermeidung und Steuerflucht sind keine Seltenheit, sondern eine Selbstverständlichkeit für Firmen von Apple und Siemens bis hin zu berühmten Rennfahrern.

 

Die professionelle Steuervermeidung und Geldwäsche beraubt die Staaten um Milliardenbeträge und bis zu einem Drittel der gesamten Unternehmenssteuern. Dieses Geld fehlt für Investitionen in die Zukunft, in Schulen, Krankenhäuser und Infrastruktur. Damit entziehen sich viele Konzerne und Reiche dem Gemeinwohl zur Steigerung des eigenen Reichtums.

 

So kann es nicht weitergehen. Diese Steueroasen müssen endlich ernsthaft trockengelegt werden. Wie das politisch möglich ist, darüber möchte ich im Rahmen meiner “Europe Calling”-Diskussionsreihe am Dienstag, den 14.11.2017 um 19:30 Uhr mit Ihnen und Euch diskutieren. Diesmal veranstalten wir Europe Calling gemeinsam mit der GRÜNEN JUGEND. Ich werde diskutieren mit Moritz Heuberger, Mitglied des Koordinationsteams im Fachforum Wirtschaft&Soziales der GRÜNEN JUGEND.

 

Hier zur Diskussion anmelden (technisch notwendig; siehe Anleitung unten): http://bit.ly/europe-calling-steuersumpf

 

Ich würde mich sehr freuen, mit Euch und Ihnen zu diskutieren. Ebenso freue ich mich über Weiterverbreitung dieser Einladung an mögliche weitere Interessierte.

 

Mit europäischen grünen Grüßen

Sven Giegold

 

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So geht “Europe Calling”:

 

Zur Teilnahme an “Europe Calling” müsst Ihr/müssen Sie nirgendwo hinkommen, Ihr könnt/Sie können vom heimischen Sofa aus die Diskussion verfolgen und selbst mitreden!

 

Europäische Diskussionen erreichen viele Menschen kaum, obwohl sie uns alle betreffen. Über meine “Europe Calling”-Online-Veranstaltungen können Sie direkt mit den Verantwortlichen für europäische Politik sprechen. Sie sehen die Diskussionsteilnehmer in einem Video-Fenster und können ihnen zuhören. Sie können selbst mitdiskutieren per Chat oder Mikrofon. Das alles geht einfach vom Computer, Mobiltelefon oder Festnetz. So kommt europäische Politik ohne Reiserei direkt zu Ihnen – fast wie bei einer Podiumsdiskussion vor Ort! Über diese „Webinare“ zu aktuellen europäischen Themen können mehrere hundert Gäste dabei sein.

Jetzt zum Webinar anmelden (technisch notwendig): http://bit.ly/europe-calling-steuersumpf

 

Und so geht’s: Vorab über diesen Link zum „Webinar“ anmelden, dem per Mail versandten Bestätigungslink folgen und dann zum Startzeitpunkt der Diskussion einwählen. All das ist einfach und selbsterklärend: Auf dem Bildschirm werden die/der Sprecher*in oder eine Präsentation angezeigt. Über den Chat können Wortbeiträge angemeldet oder auch direkt geschrieben werden. Und ich als Moderator leite durch Vortrag und Diskussion.

 

Technische Probleme? Mein Mitarbeiter im Düsseldorfer Büro, Maximilian Fries, steht vorab und während der Diskussion für Nachfragen zur Verfügung: +49 (0) 211 936530-11 / maximilian.fries@gruene-europa.de

Ein Kommentar: “Europe Calling: “Steuersumpf Europa?” mit der GRÜNEN JUGEND am Dienstag, 14.11.2017 um 19:30 Uhr

  1. Die Themenwahl trifft nicht das mehr als anbrennende Kernthema, weil das gesamte Geld- und Bankensystem eine sehr gefährliche Fehlfunktion ist.

    Wenn nur über Steuerhinterziehung diskutiert wird, dann fragt man sich, ob das wesentlich schwerwiegende Problem des fehlerhaften Geldsystems gar nicht im Fokus ist.

    Das gesamte Geldwesen ist eine Fehlfunktion und sobald die EZB-Geldpolitik beendet oder auch nur verlangsamt wird, muss es zum großen Crash kommen.

    Die EZB hat jetzt vor kurzem damit begonnen ihre Geldexpansion zu verlangsamen.
    Sie hatte keine andere Wahl, weil sonst zu viel Geld ins System gelangen würde, wodurch es wiederum sehr erhebliche Inflationsrisiken gibt.

    Das Bankensystem zwingt jedenfalls zum fehlerhaften Prinzip „Gewinne privatisieren – Verluste sozialisieren“.

    Alles Geld im Umlauf entsteht durch die betrügerischen Geldschöpfungen der Banken. Vermutlich sind ca. 98 % sämtlichen Geldes durch die Giralgeldschöpfung in Umlauf gelangt.

    Geld entsteht insbesondere bei den Kreditvergaben der Banken aus dem Nichts.
    Banken schreiben also bei den Kreditvergaben nur eine Buchung auf dem Girokonto gut. Sie verleihen also Geld, das vorher nicht da war. Wenn das in Wirklichkeit nicht verliehene Geld bei den Kreditnehmern ausfällt, dann greifen sie auf ihre Kreditsicherheiten zu, obwohl sie selbst nicht geschädigt wurden.
    Bei den Kredittilgungen vernichten die Banken dieses Geld wieder.

    Wenn es aber immer mehr Geldbesitz als Folge des Nichtkonsums insbesondere bei vergleichsweise wenigen Personen gibt, dann können immer mehr Kredite nicht zurückgezahlt werden bzw. es müssen immer mehr Staatsschulden aufgenommen werden, weil auch die Staatsausgaben immer mehr ansteigen. Weil die positiven Guthaben sich im Besitz weniger Personen befinden, werden immer mehr Kredite nicht getilgt und die Geldmenge steigt immer mehr an.

    Womöglich werden die in Wirklichkeit nicht vorhandenen Kreditausfälle noch als steuerlicher Aufwand geltend gemacht.

    Wenn Kredite aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zurückgezahlt werden, steigt auch die gesamte Geldmenge immer mehr an.

    Die gesamte Geldmenge im Umlauf übersteigt insofern den Wert sämtlicher Güter und Dienstleistungen um ein Vielfaches mit einer ständig steigenden Tendenz.

    Wegen der Geldillusion hat die einzelne Geldeinheit einen viel zu hohen Wert.
    Je mehr sich die Fehleinschätzung des tatsächlichen Geldwerts bei den Bürgern ständig verschärft, desto mehr Altersarmutsrisiken und auch allgemeine Wohlstandsrisiken gibt es.

    Das Fiatgeldsystem wird irgendwann kollabieren, was wahrscheinlich sehr plötzlich passieren wird und mit einem sehr erheblichen Wohlstandsverlust verbunden sein wird.

    Dann ist es etwas komisch, dass Geld meistens nur als Schuld entsteht.
    Jeder Nichtkonsum wird dazu führen, dass immer mehr Schulden entstehen, die mit ständiger Neuverschuldung finanziert werden, wodurch die Banken und sonstige Geldgläubiger mit der Zeit immer mehr verdienen.

    Außerdem würde ein bank run es ans Licht bringen, dass es die meisten Sparguthaben in Wirklichkeit nicht gibt.

    Die Möglichkeit eines bank run ist eines von zahlreichen tickenden Zeitbomben im Finanzsystem.
    Dieser findet zudem schleichend und vor allem auch tatsächlich statt, wie man es beispielsweise in Griechenland sieht.

    Man hat den Verdacht, dass die Griechenland-Krise möglicherweise von den Banken bzw. den Mächtigen initiiert sein könnte, weil man sich auf diese Weise den Zugriff auf die dortigen Gasvorkommen sichern will.

    Zu den Lösungen:

    es muss verhindert werden, dass die Geldmenge infolge des fehlerhaften Geldsystems über den Umweg von immer mehr Schulden immer mehr ansteigt.

    Die Geldentstehung und die Geldschöpfungen allgemein müssen überdacht werden.
    Beispielsweise könnte jeder seine Sozialleistungen auf Pump selbst schöpfen.

    Die Praxis mit immer mehr Schulden der Föderalismus-Ebenen muss beendet werden, weil der Staat seine Schulden praktisch gar nicht tilgen kann.

    Dadurch gelangt immer mehr Geld in Umlauf. Außerdem verschärft die Unternehmenskonzentration sich immer mehr. Immer weniger „Arbeitgeber“, wozu sie in der Praxis auch immer mehr werden, drücken immer mehr die Löhne nach unten.

    Auch wegen der Geldillusion exportieren wir dann immer mehr und vor allem auf Dumping-Basis.
    Das Ausland wird seine Schulden jedoch nie tilgen können.

    Mit immer mehr Geld im Umlauf driften Finanz- und die Realwirtschaft immer mehr auseinander.

    Dann geht es nicht, dass man Schulden nur mit Geld tilgen kann, das wiederum nur als Schuld entstehen kann.

    Insofern sollten wir die Banken entweder völlig abschaffen oder wenn dies nicht möglich ist, sie zumindest verstaatlichen.
    Wenn das Geldwesen viel offener wäre, könnte es mehr direkte Kredite oder Investitionen (ohne zwischengeschaltete Banken) geben.

    Gewinnorientierte Banken interessieren sich bei den Kreditvergaben nur für Profite und nicht für das Gemeinwohl.

    Außerdem lieben Banken ihre Schulden und investieren lieber selber.
    Es geht aber nicht, dass die Deutschen immer mehr Sparen, weil dies nur mit Schulden für anderen Personen nur möglich ist.

    Wenn die Bankenpraxis schief läuft, dann muss der Staat dann wieder helfen, obwohl die Banken den Bürger ohnehin schon bis zur Schmerzgrenze mit ihrer fehlerhaften Praxis ohnehin schädigen.

    Auch ist das Target-System des Euro in Frage zu stellen, weil es sich hierbei nicht um Forderungen handelt, die jemals zurückgefordert werden.

    Dann ist auch die derzeitige Entstehung des Einkommens unfair.
    Herr Schäuble hebt seine schwarze Null hervor, wodurch der Staat dann aber auch nicht mehr der Wirtschaftsmotor ist.
    Er verschweigt es, dass die Wirtschaft jetzt stattdessen mit der für die Normalbürger extrem schädlichen EZB-Geldpolitik stattdessen angetrieben wird.

    Bei zunehmender Ungleichheit treibt der Konsummotor immer mehr nur noch die Einkommen von wenigen Personen an.
    Weil der Wirtschaftsmotor für normale Löhne nicht mehr ausreicht, wird insofern die expansive Geldpolitik gemacht.

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