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Glyphosat-Zulassung: Handlungsverweigerung der Regierungen ist Futter für Populisten


Heute haben die Vertreter der nationalen Regierungen erneut im Ständigen Ausschuss der EU über die Neuzulassung von Glyphosat beraten. Eine Entscheidung wurde mangels einer einfachen Mehrheit nicht getroffen. Die Bundesregierung hat sich enthalten. Vor zwei Wochen hatte das Europaparlament für ein Auslaufen der Zulassung des Unkrautvernichtungsmittels bis 2022 gestimmt. Dazu sagt der Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Europäischen Parlament, Sven Giegold:

 

“Die Handlungsverweigerung der Regierungen ist ein Armutszeugnis. Es schadet Europas Ansehen, wenn sich die Regierungen bei einem so wichtigen Thema wegducken. Die Entscheidung auf die EU-Kommission abzuwälzen ist Futter für die Populisten. Es gibt den EU-Feinden die Möglichkeit, das Zerrbild vom technokratischen Europa zu beschwören.

Die Regierungen sollten ein weiteres Treffen einberufen und endlich ihrer Verantwortung gegenüber den Bürgern gerecht werden. Das EU-Parlament hat mit seinem Votum für ein Auslaufen der Glyphosat-Zulassung bis 2022 eine Vorlage geliefert. Wenn die Regierungen schon selbst entscheidungsunfähig sind, sollten sie zumindestens der Entscheidung des EU-Parlaments folgen.

 

Sollte die EU-Kommission dennoch im Alleingang entscheiden, muss auch für sie gelten: Die EU-Kommission sollte sich am Parlament orientieren und das Jahr 2022 für Glyphosat als Enddatum festsetzen. Wir brauchen jetzt ein Auslaufdatum, für eine Laufzeitverlängerung von Glyphosat gibt es keine Mehrheit. Mit ihrer Enthaltung entzieht sich die Bundesregierung ihrer Verantwortung für Gesundheit und Umwelt. Jedes weitere Jahr, in dem Glyphosat auf unseren Feldern eingesetzt wird, schadet Mensch und Umwelt. Nur eine giftfreie Landwirtschaft kann im Einklang mit menschlicher Gesundheit und Schutz der Umwelt funktionieren.”

 

Unsere Petition gegen die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat, die an die Bundesregierung gerichtet ist, hat bereits 286.000 Unterschriften gesammelt: https://www.change.org/glyphosat

6 Kommentare: “Glyphosat-Zulassung: Handlungsverweigerung der Regierungen ist Futter für Populisten

  1. Was hat eigentlich der ganze Glyphosat-Hickhack mit dem VORSORGE-Prinzip zu tun, das angeblich in Deutschland und in der EU gilt???

  2. diese von Lobbyisten gesteuerten Politiker kann keiner mehr ertragen. Glyphosat gehört weg.
    Und überlegt Euch, wem Ihr bei der nächsten Wahl Eure Stimme gebt.

  3. …es sterben und erkranken tausende Menschen und Tiere von den Spätfolgen insbesondere auch bei Kindern denkt keiner – hauptsache Gewinne für Monsanto, Geld für die Lobbyisten in CDU und CSU, die Großmassentierhaltung – wir schaffen das in Deutschland Deutschlnd den Bach heruntergeht, kein Insekt mehr die lebensnotwenigen Planzen bestäubt. Keine Regierung mit dieser Kanzlerin, CDU/CSU und FDP ;((

  4. Gar nichts zu tun, ist doch auch nicht schlecht: Dann endet die Zulassung am 31.12.2017Hoffentlich agiert die Kommission so.

  5. Wenn Glyphosat in Lebensmitteln und in Bier nachgwiesen ist, wird mir als Bürger die Entscheidung darüber genommen, was ich esse. Dieses Recht sollten wir bei den Konzernen einklagen und Schadensersatz dafür fordern, dass wir als „Versuchskaninchen“ benutzt werden.

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