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Rekordstrafe für Google: Europa beweist seine Stärke gegen Missbrauch von Marktmacht im Digitalsektor


EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat heute verkündet, dass die EU-Kommission eine Rekordstrafe von 2,42 Milliarden Euro gegen Google verhängt. Als europäische Wettbewerbsbehörde wirft die EU-Kommission Google unter anderem vor, in der Shopping-Suche eigene Dienste zu bevorzugen und damit andere zu benachteiligen. Die EU-Kommission untersuchte seit April 2015 die Vorwürfe gegen das Unternehmen. Dazu sagt der wirtschafts- und finanzpolitische Sprecher der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament, Sven Giegold:

 

“Europa beweist seine Stärke gegen den Missbrauch von Marktmacht im Digitalbereich. Klare Kante gegen die unfairen Praktiken von Google ist der richtige Weg zu fairem Wettbewerb beim Online-Shopping. EU-Kommissarin Vestager beweist zum wiederholten Male, dass sie sich von wirtschaftlicher Übermacht nicht einschüchtern lässt. Die EU-Kommission ist die führende Kraft im Kampf gegen den Missbrauch von dominanten Marktstellungen im Digitalsektor. Am Fall von Google zeigt sich, wie wichtig Europa für den Schutz von kleinen und mittelständischen Unternehmen ist.  

 

Wichtiger als die Strafzahlung ist, dass Google seine Geschäftspraktiken anpasst. Fairen Wettbewerb gibt es im Digitalsektor nur, wenn gleiche Bedingungen für alle Akteure herrschen. Es ist ein schwerer Missbrauch von Marktmacht, wenn Google seine eigenen Produkte in den Suchergebnissen besserstellt. Google muss nun für Chancengleichheit bei seiner Shopping-Suche sorgen. Der Fall Google zeigt auch: Wir brauchen in Europa eine gemeinsame Aufsicht für Digitalkonzerne nach Vorbild der europäischen Bankenaufsicht.”  

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