DIE GRÜNEN | EFA im Europäischen Parlament Sven Giegold Am 25. Mai:Grün für ein besseres Europa
Newsletter Einstellungen verändern

Neue EU-Trinkwasserrichtlinie: Später Sieg für die Bürgerinitiative


Heute präsentiert die EU-Kommission die Überarbeitung der europäischen Trinkwasserrichtlinie. Darin werden die Grenzwerte für Schadstoffe überarbeitet. Gleichzeitig macht die EU-Kommission Vorschläge, um den Zugang zu Trinkwasser für alle zu verbessern. Damit regiert die Kommission ausdrücklich auf die Forderungen von 1,3 Millionen Europäerinnen und Europäer in der ersten Europäischen Bürgerinitiative (EBI) in 2014. Schon direkt nach dem Erfolg der Bürgerinitiative hatte die EU-Kommission ihre Pläne aufgegeben, über die EU-Konzessionsrichtlinie den Druck zu Wasserprivatisierungen zu erhöhen.

Dazu sagt der Sprecher der Abgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen im Europäischen Parlament, Sven Giegold:

“Das ist ein später Sieg für die Europäische Bürgerinitiative! Erstmals fördert die EU den offenen Zugang zu sauberem Trinkwasser für Alle in Europa. Leitungswasser ist umweltfreundlich und gesund. Überall in Europa müssen Bürgerinnen und Bürger der Qualität des Trinkwassers vertrauen können. Alle Mitgliedsstaaten werden nun verpflichtet die Nutzung von Leitungswasser zu fördern. Das bedeutet weniger Plastikmüll. Darüberhinaus müssen wir die vorgeschlagenen Veränderungen bei den Schadstoffen genau analysieren.”

6 Kommentare: “Neue EU-Trinkwasserrichtlinie: Später Sieg für die Bürgerinitiative

  1. Das ist ein kleiner Schritt in eine gute Richtung.
    Ginge es so weiter könnte ich die Welt lieben:
    Seht Bitte die Wirkung privater Infrastrukturen, denkt dort weiter. …Privatrecht ist das höchste, andere ausschließende Recht. Infrastrukturen sind die, ohne die klein Mensch leben kann. Was soll in diesem Konflikt anderes entstehen als KRIEG? ? ? Wir müssen die Rechtsgrundlagen neu orientieren ! Lest: „Die natürliche Wirtschaftsordnung“ von Silvio Gesell.

  2. Die Wasserprivatisierung in Griechenland ist keineswegs vom Tisch.
    Hier muss den „Institutionen“ (ehem. Troika) und besonders der EU Kommission Einhalt geboten werden. Letztere spielt ein doppeltes Spiel, das muss sofort beendet werden.
    Der Zugang zu sauberem Trinkwasser darf nicht an Konzerne übergeben werden.
    Auch nicht in großen finanziellen Krisen.

  3. das ist für mich ein weiterer Ansporn , sich für ökologische Landbewirtschaftung einzusetzen, damit das Grundwasser nicht verunreinigt wird.
    herzlichen dank

  4. Es musste wohl erst das Problem mit dem Plastikmüll kommen und China die Grenzen für die Abnahme des Mülls schließen, damit hier gehandelt wird. Na ja, eigentlich ist der Grund egal, sondern eher das nun aktive Handeln von Interesse.

    Jetzt muss nur für alle EU-Länder allgemein verbindlich definiert werden, was Trinkwasserqualität bedeutet, was die Qualität ausmacht, an was wir die Qualität messen und wie alle Länder die gleichen Grenzwerte einhalten.
    Dass das Trinkwasser noch nach mehr Schadstoffen als bisher (z. B. Glyphosat, Nitrit, Hormone) am Wasserwerksausgang und vor dem Zapfhahn des Verbrauchers geprüft und gefiltert werden müsste, steht noch an.

  5. Na ja, was soll man dazu sagen, einerseits kann man den Schritt mehr in die Richtung von Leitungswasser zu gehen als positiv bezeichnen, aber andererseits wurden die Konzentrationswerte für einige Parameter (Schwermetalle) “nach oben gezogen“. Positiv ist die Tatsache daß einige “pharmazeutische“ und Nebenprodukte der Desinfizierung als neue Parameter eingeführt wurden, aber das größte Problem wird die Implementierung der neuen Trinkwasserrichtlinie, hauptsächlich in den “ärmeren“ EU Staaten, sein. Erfahrungen aus der letzten EU-Direktive weisen auf mehrere Jahrzehnte zurück.

6Schreibe einen Kommentar