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Platikssteuer: Umweltministerin ist schlecht informiert – Plastikabgaben sind Erfolgsgeschichten in anderen EU-Ländern


Zur Absage von Bundesumweltministerin Svenja Schulze an eine europäische Plastiksteuer sagt der Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Europäischen Parlament, Sven Giegold:

“Die Umweltministerin ist schlecht informiert. Plastiksteuern haben in anderen Ländern zur drastischen Reduzierung der Anzahl der Plastiktüten geführt. Schulze sollte sich die Erfolgsgeschichten der Plastikabgaben aus Irland oder Dänemark anschauen. In Irland ist die Nutzung von Plastiktüten in kürzester zeit um 90 Prozent gesunken. Kleine Stupser an der Kasse wirken Wunder, um Umweltbewusstsein in Umwelthandeln zu verwandeln. Wir dürfen es nicht soweit kommen lassen, dass bald mehr Plastik als Fische in unseren Meeren schwimmen. Die Plastikabgabe ist nachweislich ein effektives Instrument gegen die Wegwerfgesellschaft und die damit verbundenen Umweltschäden.

Mit der Absage an die Plastiksteuer macht sich die Bundesregierung einmal mehr zum Bremsklotz europäischen Fortschritts. Deutschlands Rolle in Europa wird immer destruktiver. Nicht nur bei der Plastiksteuer, auch bei anderen wichtigen Projekten wie der Eurozonen-Reform blockiert die Bundesregierung. Schulze sollte nicht der Blockade anderer deutscher Minister in Brüssel folgen, sondern europäischen Fortschritt unterstützen.”

5 Kommentare: “Platikssteuer: Umweltministerin ist schlecht informiert – Plastikabgaben sind Erfolgsgeschichten in anderen EU-Ländern

  1. Und das schon vorhandene Flaschenpfand sollte man drastisch erhöhen. Für 5 cent je Bierflasche trägt keiner seine Flasche zurück. Im Gegenteil: Für nur 5 cent ist das „Zerdeppern“ ein äußerst preiswertes „Suff-Vergnügen“!

  2. Plastik gehört abgeschafft! Soviel Leid für die Tiere im Meer, das kann man gar nicht mehr gutmachen 😔

  3. Die Bundesumweltministerin ist nicht schlecht informiert, sie hat nur Ohren für die Lobbyisten.

  4. Alle Politiker sollten vor ihrer Bestallung einen Kurs in Ordnungspolitik absolvieren und darin geprüft werden. Aber sie sind in dem Moment, wenn sie in der Regierung sind, fast nur noch Lobby für irgendwelche Nutznießer der repräsentativen Demokratie, die eben keine Herrschaft des Volkes über sich selbst ist, sondern eine Oligarchie von Partei-Klüngeln!

    Gerhardus Lang, Bad Boll

  5. Plastiksteuer ist keine Hilfe:
    Besser wäre Werbeverbot auf Plastiktüten
    In Plastik darf nur eingepackt werden, wenn es das einzige Verpackungsmaterial ist, z.B kein Aluminiumdeckel. dies gilt auch für den Versandlhandel.
    Speziell die kleinen Tütchen, in denen Obst und Gemüse eingepackt wird, sind gefährlich, und werden gerne als Wanderbeutel genommen. Dann trägt sie der Wind oft ohne zutun des Nutzers in die Landschaft.
    Bevor 2015/16 das „Plastikgesetz erlassen wurde, hatten sich schon sehr viele Läden und ihre Kunden auf haltbare Ökölogische Verpackung eingestellt. Wenn damals die Plastiktüten und Tütchen verboten worden wäre, der Kunde hätte sich drauf eingestellt.
    Fangt doch in den Kindergärten an und lasst Einkaufstaschen basteln und Baumwollbeutel zu kleine Kunstwerken gestalten.
    Aber nehmt den Menschen nicht das schlechte Gewissen, wenn sie Plastiktüten benutzen , indem sie sagen, wir zahlen Steuern für die fachgerechte Entsorgung.
    Herzlichen Gruß Juliane

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