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	<title>Sven Giegold - Mitglied der Grünen Fraktion im Europaparlament &#187; Veröffentlichungen</title>
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		<title>Die Basis des Wandels</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 15:47:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Veröffentlichungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Basis des Wandels
Rot-Grün-Rot Ein neues gesellschaftliches Projekt braucht Zeit – und die Einbeziehung seiner Kritiker
Erschienen im Freitag, 25.06.2010
Nachdem die schwarz-gelbe Ehe nicht einmal Flitterwochen er­lebt habt, wirkt schon der Titel der Veranstaltung antiquiert. Soll das Gewürge der so genann­ten bürgerlichen Koalition wirklich noch bis 2013 weiter gehen? Dass die öffentlich zur Schau gestellte Uneinigkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Die Basis des Wandels</h1>
<h2>Rot-Grün-Rot Ein neues gesellschaftliches Projekt braucht Zeit – und die Einbeziehung seiner Kritiker</h2>
<h3>Erschienen im <a href="http://www.freitag.de">Freitag</a>, 25.06.2010</h3>
<p>Nachdem die schwarz-gelbe Ehe nicht einmal Flitterwochen er­lebt habt, wirkt schon der Titel der Veranstaltung antiquiert. Soll das Gewürge der so genann­ten bürgerlichen Koalition wirklich noch bis 2013 weiter gehen? Dass die öffentlich zur Schau gestellte Uneinigkeit noch drei Jahre andauern soll, erscheint wenig wahrschein­lich, und eine Katastrophe für die meisten Menschen in einem Land inmitten von Kri­sen.</p>
<p>Trotzdem, bei Gründung des Instituts Soli­darische Moderne nahmen wir gemeinsam an: Wir wollen und müssen uns Zeit nehmen, um an einem neuem Projekt linker Hegemo­nie zu arbeiten, das die Basis für eine rot-grün-rote Koalition bildet. Dabei war uns klar, dass es nicht leicht wird angesichts vieler vorange­gangener Fehlversuche. Die konsequenzenar­me Geschichte der Crossover-Debatten lässt sich im Internet in Form von Webseiten-Lei­chen leicht besichtigen. Viele kluge Texte wur­den da geschrieben, Vorträge gehalten und Konferenzen organisiert. Viel daraus gefolgt ist leider nicht. In der konkreten Parlaments­politik sieht es nicht besser aus. An Saar und Elbe, in Thüringen, in Nordrhein-Westfalen und im Land der Hessen haben wir rot-rot-grüne Mehrheiten in den Parlamenten, aber keine entsprechenden Regierungen.</p>
<p>Das Institut hat daraus produktive Konse­quenzen gezogen. Erstens, muss Crossover auf einer Einigkeit über gemeinsame Reformpro­jekte beruhen. Nur wenn es eine starke inhalt­liche Basis gibt, ist das Projekt sinnvoll und kann auch machtpolitisch funktionieren. Des­halb will das Institut an genau dieser inhaltli­chen Basis arbeiten, und zwar schwerpunkt­mäßig, wo es am Schwersten ist – bei der Frage nach Ökonomie und Arbeit unter den Bedin­gungen der Globalisierung und immer knap­peren Ressourcen. Genau im Bereich der so genannten Wirtschaftskompetenz wird linken Parteien von den Wählern wenig zugetraut. Hier liegt eine der Ursachen für die schwachen Zustimmungswerte für rot-grün-rote Farben­spiele. Nur wenn die Bürger nicht mehr mas­senhaft befürchten, dass eine links-mittige Regierung das Land wirtschaftlich ruinieren würde, hat das Projekt wirklich Chancen. Selbstredend, dass „wirtschaftlich“ sich nicht an der Höhe der Unternehmensgewinne, son­dern am Ziel von Teilhabe, Wohlstand, Sicher­heit und Würde für Alle zu orientieren hat. Ein solcher Diskursprozess braucht Zeit und ist nur dann sinnvoll, wenn man echte Konver­genz zwischen den beteiligten Partnern er­reicht. Dazu dürfen nicht nur diejenigen mit­einander reden, die sich ohnehin grün sind, sondern die Differenzen müssen so bearbeitet werden, dass etwas Neues entsteht. Das wird nur gehen, wenn man über die jeweils bekann­ten Gewissheiten hinaus geht. Es genügt also nicht, wenn man sich zum Beispiel bei einer Diskussion über soziale Sicherung einigt, dass die Bürgerversicherung ein zu begrüßender Schritt wäre. Auch die schwierigen Fragen, etwa nach der demografiebedingten Kosten­entwicklung im Gesundheitswesen müssen auf den Tisch. Denn sonst sind die Konzepte vielleicht bequem für die Zusammenarbeit in­nerhalb der Linken, manchmal vielleicht sogar hegemoniefähig, aber nicht in der realen Welt umsetzbar.</p>
<h4>Labor des Vertrauens</h4>
<p>Zweitens braucht der Prozess Ressourcen und Institutionalisierung. Wenn ohnehin in ihren jeweiligen Organisationen und Parteien über­arbeitete Personen zusätzlich Crossover orga­nisieren sollen, ist das immer eine prekäre Veranstaltung. Deshalb haben wir uns ent­schieden, einen von Mitgliedern und ihren Beiträge getragenen Verein zu bilden.</p>
<p>Drittens kann Crossover nur als gesellschaft­licher Crossover erfolgreich sein. Eine linke Regierung wird nur Veränderung bewirken, wenn sie mit der kritischen Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften, Nichtregie­rungsorganisationen und Initiativen verbun­den ist. Deshalb ist das Institut von vornherein übergreifend zusammengesetzt. Gerade Wis­senschaftler sind nicht nur als eingeladene Input-Geber dabei, sondern gestalten das Ins­titut mit. Umgekehrt nehmen sich politisch Aktive Zeit für eine vertiefte inhaltliche Ausei­nandersetzung, für die die Zeit im stressigen politischen Alltag fehlt.</p>
<p>Viertens braucht Crossover Vertrauen. Das kann nur wachsen, wenn alle handelnden Personen fair miteinander umgehen. Gerade bei sensiblen Fragen wie der Verteilung von öffentlicher Aufmerksamkeit, Posten und Ein­flussmöglichkeiten wird in Parteien, aber auch in der Zivilgesellschaft oft mit harten Bandagen und unsauberen Mitteln gearbei­tet. Nur wenn es uns gelingt, dies in unserem Institut als Labor zu überwinden, kann Ver­trauen wachsen.</p>
<p>Fünftens darf man das Institut nicht über­schätzen. Es ist gut, dass es eine ganze Reihe von weiteren Initiativen gibt. Dazu gehört die Oslo-Gruppe im Bundestag, in der sich vor al­lem jüngere Abgeordnete von SPD, Linken und Grünen regelmäßig treffen. Auch das Linksreformismus-Projekt hat einen spannen­den Ansatz. Sinnvoll wäre, wenn sich auch auf Landes- und Kommunalebene entsprechende Kreise organisieren würden, um den Cross­over-Prozess voranzubringen. Bislang jedoch ist das Institut die einzige Initiative, die ver­sucht, die Zusammenarbeit dauerhaft auf eine breitere Basis zu stellen. Es bleiben jedoch eine ganze Reihe von Herausforderungen.</p>
<h4>Wo sind die Realos?</h4>
<p>Zunächst ist da die Falle der Wohlmeinenden. Die bisherigen Crossover-Initiativen haben durchweg diejenigen versammelt, für die Rot-Rot-Grün eine spannende Perspektive ist. Die Gegner in den jeweiligen Parteien, Gewerk­schaften, Nichtregierungsorganisationen und anderen Bewegungen haben sich einfach nicht angeschlossen. So ist es auch jetzt wie­der. Bei der Gründung des Instituts haben etwa wir Grünen Co-Initiatoren innerhalb der Partei intensiv versucht, Mitglieder des Realo-Flügels zu finden, die beim Projekt mitma­chen. Die Reaktionen waren aufschlussreich. Wer von Rot-Rot-Grün nicht viel hielt, hatte natürlich kein Interesse. Aber auch diejenigen, die eine Links-Mitte-Regierung aktiv vorberei­ten wollen, trauen sich kaum, den Kopf aus dem Gebüsch zu stecken. Groß war die Be­fürchtung, innerhalb der eigenen Peer-Group kritisiert zu werden. Alle Zusicherungen, dass die Vorbereitung einer rot-rot-grünen-Pers­pektive auch andere Konstellationen wie Schwarz-Grün, Rot-Grün oder eine grüne Al­leinregierung ja nicht ausschließt und auch unser Engagement im Institut nicht so ge­meint ist, halfen nichts. Bis heute gibt es mei­nes Wissens kein Mitglied im Institut, das sich innerhalb der Grünen den Realos zugehörig fühlt. Dabei ist die Vertretung der Grünen und der Linken innerhalb des Instituts noch ver­gleichsweise repräsentativ. Die Vertretung von Gewerkschaften und SPD ist noch prekä­rer. Daraus kann nur folgen, dass wir echte Anstrengungen unternehmen müssen, weite­re Kreise einzubeziehen. Denn wenn es um konkrete Koalitionsprojekte geht, scheitern diese ja nicht an denjenigen, die schon immer überzeugt waren. Wir müssen auch die einbe­ziehen, die konstruktiv nachdenken wollen.</p>
<p>Das ist jedoch nicht nur ein Problem der be­teiligten Parteien, sondern auch der Gewerk­schaften und sozialer Bewegungen. Das Ver­hältnis zwischen Zivilgesellschaft und politi­schen Parteien, vor allem wenn sie an der Regierung sind, ist Gegenstand besonders lan­ger und zermürbender Debatten. Klar ist, dass auch eine linke Regierung sich keine hörige und Beifall spendende Bewegungslandschaft wünschen kann. Schon um an die Macht zu kommen, braucht es gesellschaftliche Mobili­sierung. Das weckt natürlich Erwartungen, an­gesichts des globalisierten Unrechts auch völ­lig zurecht. Gleichzeitig wird jede Regierung mit echten und vermeintlichen Sachzwängen der Umsetzung alternativer Konzepte kon­frontiert sein. Nun kann man eine linke Regie­rung mit maximalistischen Forderungen so­wohl gesellschaftlich kaputt machen, als auch durch falsche Loyalität oder schlimmer noch Fremdgesteuertheit inhaltlich veröden lassen. Kritische Zivilgesellschaft sollte seine Unab­hängigkeit von jeder Regierung bewahren, ohne dass es ihr egal sein kann, welche Partei­en an der Regierung sind. Dieses Spannungs­feld konstruktiv nutzen zu können, ist ein Auf­ruf an das Institut, eine neue Runde in dieser nicht enden wollenden Diskussion zwischen Bewegung und Parteien einzuleiten.</p>
<p><em>Sven Giegold, Europaabgeordneter der Grünen, ist Gründungsmitglied des Instituts Solidarische Moderne. </em></p>
<p><em>Am 1. Juli veranstaltet der <a href="http://www.freitag.de">Freitag</a> im Berliner Ballhaus Ost einen<a href="http://www.freitag.de/politik/1017-der-freitag-unplugged" target="_blank"> Salon zum Thema Rot-Rot-Grün</a>. Gäste: Sven Giegold, <a href="http://www.katja-kipping.de/" target="_blank">Katja Kipping</a> und <a href="http://blog.nrwjusos.de/author/sascha-vogt/" target="_blank">Sascha Vogt</a>.</em></p>
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		<title>Deutscher Pressespiegel zu finance-watch.org</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 14:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europaparlament]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzmarktregulierung]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Veröffentlichungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Aufruf www.finance-watch.org hat ein erfreulich breites Echo in der Presse gefunden. Hier eine kleine Zusammenstellung von Links:
FTD: Ignoriert die Finanzlobby!
taz: Banker-Lobby beherrscht Brüssel
taz: Investmentbanker abschalten
FR: Hilflos gegen die Finanzlobby
Kurier: Finanzreform: EU warnt vor Lobby-Macht
heute (ZDF): EU-Parlament warnt vor Lobby-Übermacht
Märkische Allgemeine: Finanzmarkt: Die EU &#8211; eine Marionette der Banken?
ORF: Finanzreform: EU-Parlament warnt vor Lobbymacht
wissen.de-Nachrichten: EU [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Aufruf <a href="http://www.finance-watch.org" target="_blank">www.finance-watch.org</a> hat ein erfreulich breites Echo in der Presse gefunden. Hier eine kleine Zusammenstellung von Links:</p>
<p><a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:agenda-ignoriert-die-finanzlobby/50131804.html" target="_blank">FTD: Ignoriert die Finanzlobby!</a></p>
<p><a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/banker-lobby-beherrscht-bruessel/" target="_blank">taz: Banker-Lobby beherrscht Brüssel</a></p>
<p><a href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/investmentbanker-abschalten/" target="_blank">taz: Investmentbanker abschalten</a></p>
<p><a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=2772597&amp;" target="_blank">FR: Hilflos gegen die Finanzlobby</a></p>
<p><a href="http://kurier.at/wirtschaft/2010635.php" target="_blank">Kurier: Finanzreform: EU warnt vor Lobby-Macht</a></p>
<p><a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/28/0,3672,8080700,00.html" target="_blank">heute (ZDF): EU-Parlament warnt vor Lobby-Übermacht</a></p>
<p><a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11828405/492531/Die-EU-eine-Marionette-der-Banken-finanzmarkt.html" target="_blank">Märkische Allgemeine: Finanzmarkt: Die EU &#8211; eine Marionette der Banken?</a></p>
<p><a href="http://www.orf.at/?href=http://www.orf.at/ticker/372838.html" target="_blank">ORF: Finanzreform: EU-Parlament warnt vor Lobbymacht</a></p>
<p><a href="http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/services/nachrichten/ftd/PW/50131276.html" target="_blank">wissen.de-Nachrichten: EU sorgt sich um Demokratie</a></p>
<p><a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-06/banken-lobby-eu-trichet" target="_blank">ZEIT online: Finanzregulierung: EU-Abgeordnete warnen vor Macht der Banken-Lobby</a></p>
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		<title>Finanztransaktionssteuer</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 12:55:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eurozone]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzmarktregulierung]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Veröffentlichungen]]></category>

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		<description><![CDATA[12 Jahre nach der Gründung  von Attac und fast 40 Jahre nach dem Vorschlag von James Tobin steht die internationale Besteuerung von Finanztransaktionen kurz vor der Verwirklichung. Endlich! Wenn die Durchsetzung einer Steuer auf Finanztransaktionen (FTS ) nun gelingt, so als Kind der Krise. Die Finanzkrise hat milliardenschwere Löcher in die Kassen praktisch aller OECD-Länder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>12 Jahre nach der Gründung  von Attac und fast 40 Jahre nach dem Vorschlag von James Tobin steht die internationale Besteuerung von Finanztransaktionen kurz vor der Verwirklichung. Endlich! Wenn die Durchsetzung einer Steuer auf Finanztransaktionen (FTS ) nun gelingt, so als Kind der Krise. Die Finanzkrise hat milliardenschwere Löcher in die Kassen praktisch aller OECD-Länder gerissen. Überall auf der Welt grübeln die Staaten, die sich diese Löcher stopfen lassen. Schmerzhafte Einschnitte lassen sich kaum rechtfertigen, wenn nicht die Verursacher der Krise zur Kasse gebeten werden. Da kommt eine allgemeine Steuer auf Finanztransaktionen gerade recht. Schließlich kann sie bis zu 150 Milliarden € alleine in der EU zum Fiskus  lenken und gleichzeitig die unbeliebte Finanzspekulation in die Schranken weisen.</p>
<p>Die Liste der UnterstützerInnen der Steuer wird immer länger. Gewerkschaften, Kirchen, Entwicklungsorganisationen, Umweltverbände sind inzwischen genauso entschieden für die FTS wie Attac. Das gleiche gilt für praktisch alle Parteien links der Mitte. In der Eurozone findet sich angesichts dieses Druck kein einziger EU-Mitgliedssaat mehr, der sich hart gegen die FTS ausspricht. Das Europaparlament hat sich seit Juli 2009 mehrfach für weitere Schritte zur Realisierung der FTS ausgesprochen. Es scheint fast so, als sei es nur noch eine Frage der Zeit bis die Steuer wirklich kommt.</p>
<p>Bei aller Freude über die rasanten Fortschritte bei der Durchsetzung der Forderung, die unser Netzwerk Attac im Namen trägt, sollten wir uns aber auch eingestehen: Hatten wir uns das nicht alles anders vorgestellt? Wollten wir die Welt nicht genau vor den Krisen der neoliberalen Globalisierung bewahren, die uns nun zur Umsetzung der FTS helfen? Wollten wir nicht die gigantischen Einnahmen verwenden, um den Ärmsten der Welt ein Leben in Würde zu ermöglichen und die Natur global zu bewahren? Leider sieht es danach derzeit überhaupt nicht aus: Entwicklungshilfe-Verpflichtungen werden überall zurückgefahren. Mit den ärmsten Ländern wird in den internationalen und bilateralen Handelsverhandlungen rüder umgegangen denn je. Und vermutlich am schlimmsten: Die Anstrengungen gegen die globale Erwärmung erleiden Rückschlag um Rückschlag. Ein globaler Klima-Deal scheitert nicht zuletzt an der Weigerung der Industrieländer Verantwortung für die Kosten ihrer ungerechten Politik zu übernehmen.</p>
<p>Deshalb sollten sich die FTS-UnterstützerInnen auf zweierlei konzentrieren: Den Kampf um die Verwendung des Geldes aufnehmen und die letzten Widerstände brechen.</p>
<p>Bei der Verwendung muss es durch den Druck mit Umwelt- und Entwicklungsorganisationen gelingen, dass zumindest ein großer Teil der Gelder für globale öffentliche Güter wie soziale Rechte und Klimaschutz verwendet wird. Es kann einfach nicht sein, dass die Staaten mit großen Finanzplätzen das Geld einfach einsacken.</p>
<p>Was die Widerstände angeht, so hat sich zumindest die lange zögerliche Bundesregierung festgelegt. Sie will die FTS möglichst auf globaler Ebene. Wenn das nicht geht, in der EU. Und wenn das nicht klappt in der Eurozone. Angesichts der Ablehnung Kanadas, der UK und der USA, wird es weder in der G20 noch in der EU einen Konsens geben. Daher ist die Eurozone die Ebene, auf der die Einführung der FTS gelingen muss. Anders als auf nationaler Ebene ist das auch möglich, ohne dass es zu all zu viel Umgehungsproblemen kommt. Denn die Europäische Zentralbank kann durchsetzen, dass jede Transaktion in Euro auch mit der FTS belegt wird. Spekulanten, die das vermeiden wollen, müssen schon eine andere Währung verwenden. Das wird sich in erträglichen Grenzen halten und bedroht auch keinen der europäischen Finanzplätze. Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Von der Bundesregierung gilt es nun einzufordern, dass sie bei der Umsetzung der FTS in der Eurozone auch liefert, wenn das Scheitern des Vorschlags auf G20- und EU-Ebene feststeht. Die Realisierung in der Eurozone sollte so erfolgen, dass sich auch Länder mit anderen Währungen und aus anderen Weltregionen der Euro-FTS anschließen können. So kann eine globale Finanztransaktionssteuer-Zone wachsen.</p>
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		<title>taz-Interview: &#8220;Die Schwachen bezahlen heute das, was später verjubelt wird&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 08:33:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Veröffentlichungen]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8220;Die Schwachen bezahlen heute das, was später verjubelt wird&#8221;
HAUSHALT Jetzt präsentiert die Koalition das Sparpaket und bis zur nächsten Wahl setzt sie dennoch die FDP-Steuersenkung um, befürchtet der Grüne Sven Giegold
taz: Herr Giegold, was bringt Sie beim Sparpaket mehr auf die Palme &#8211; die Luftbuchungen oder die Belastung der sozial Schwachen?
Sven Giegold: Mich ärgert natürlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span id="hauptspalte"></p>
<h1>&#8220;Die Schwachen bezahlen heute das, was später verjubelt wird&#8221;</h1>
<h5>HAUSHALT Jetzt präsentiert die Koalition das Sparpaket und bis zur nächsten Wahl setzt sie dennoch die FDP-Steuersenkung um, befürchtet der Grüne Sven Giegold</h5>
<p><strong>taz: Herr Giegold, was bringt Sie beim Sparpaket mehr auf die Palme &#8211; die Luftbuchungen oder die Belastung der sozial Schwachen?</strong></p>
<p><strong>Sven Giegold:</strong> Mich ärgert natürlich am meisten die neoliberale Handschrift des Textes und die soziale Schieflage. Ich vermute allerdings, dass die ganze Sache noch bösartiger ist. Denn die Steuersenkungspläne sind ja nicht vom Tisch. Herr Westerwelle hat es am Montag noch einmal betont. Es sind ja eine Menge Themen ausgespart worden. Deswegen glaube ich, dass jetzt die Schwachen das bezahlen sollen, was nachher durch eine Steuerreform wieder verjubelt werden soll.</p>
<p><strong>Können Sie das näher erklären?</strong></p>
<p>Der letzten Steuerschätzung lag ein Wirtschaftswachstum für dieses Jahr von 1,8 Prozent zugrunde. Der Außenhandel boomt aber, auch dank unserer Niedriglohn- und Steuerzurückhaltungspolitik. Deswegen kann es sehr gut sein, dass wir bei einem deutlich stärkeren Wachstum enden. Dann sähe die Einnahmesituation viel besser aus und man könnte 2011, 2012 mit Steuersenkungsplänen der Bundesregierung rechnen, mit denen diese wahrscheinlich die nächste Bundestagswahl bestreiten will.</p>
<p><strong>Gibt es am Sparpaket auch etwas Positives?</strong></p>
<p>Natürlich enthält es Forderungen, die wir schon lange stellen, wie etwa eine Flugticketabgabe oder die zumindest teilweise Beschränkung der Übersubventionierung der energieintensiven Industrie. Das ändert aber nichts daran, dass diese Einsparungen im Kern von den sozial Schwachen bezahlt werden, um dann vermutlich in der nächsten Periode den sogenannten Mittelstand kräftig zu entlasten.</p>
<p><strong>Wie bewerten Sie das Sparpaket europapolitisch?</strong></p>
<p>Das Paket ist antieuropäisch. Das nimmt in der Debatte viel zu wenig Raum ein. Tatsache ist: Die südeuropäischen Länder müssen ihre Haushalte konsolidieren. Das geht aber nur, wenn die Leistungsbilanzüberschüsse der starken Länder, allen voran Deutschlands, mit den schwächeren zurückgeführt werden. Mit diesem Sparpaket wird das erschwert, denn die nachfragewirksamen Einkommen am unteren Ende werden weiter reduziert. Auch im Interesse eines stabilen Euros muss die Konsolidierung vor allem durch die höhere Besteuerung von Kapitaleinkommen und durch die Schließung von Steuerschlupflöchern erfolgen.</p>
<p><strong>Die Opposition kündigt Widerstand an. Gibt es Protest auf der Straße oder ist das auch eine Luftnummer?</strong></p>
<p>Ich hoffe, dass es zu Widerstand kommt und dass dazu die Gewerkschaften, die kritischen Teile der Kirchen, Sozialverbände und die Oppositionsparteien an einem Strang ziehen. Es zeigt sich, dass es möglich ist, die Union zu spalten. Man muss nur hören, wie Unionspolitiker derzeit höhere Spitzensteuersätze fordern. Da liegt großes Potenzial.</p>
<p><strong>Also auf die Straße unter dem Motto &#8220;Steuererhöhungen für Gutverdienende&#8221;?</strong></p>
<p>Das wäre nicht die alleinige Botschaft. Es geht auch um sinnvolle Sparmaßnahmen. Es gibt jede Menge Staatsausgaben, die weder gerecht noch effizient sind. Die kann man abbauen. Das gilt für Subventionen und diverse Steuervergünstigungen.</p>
<p><strong>An was denken Sie im Detail?</strong></p>
<p>Zum Beispiel an das Gesundheitssystem, an Privilegien für Apotheken, Pharmakonzerne, einen Teil der niedergelassenen Ärzte und mangelnde Qualitätssicherung. Da gibt es vieles, wo man sparen und zu einer besseren Gesundheitsversorgung beitragen könnte. Bei unökologischen Subventionen könnte man insgesamt 40 Milliarden Euro einsparen. Und Beamte sollten wie Angestellte im öffentlichen Dienst behandelt werden. Wir verschieben mit den Beamtenpensionen ein großes Problem in die Zukunft.</p>
<p><strong>Wie steht es um die verringerten Mehrwertsteuersätze? Erhöhte Sätze für Dinge des täglichen Konsums würden Geringverdiener härter treffen.</strong></p>
<p>Deswegen bin ich auch gegen pauschale Angleichungen. Aber warum soll das Züchten von Pferden mehrwertsteuerbegünstigt sein? Es ist aber aus meiner Sicht kein Zufall, dass diese Themen bei diesem Paket ausgespart wurden. Das kommt im Rahmen einer nachgeschobenen, größeren Steuersenkungsrunde, die die FDP ja immer noch verspricht. Zur Gegenfinanzierung wird man dann, befürchte ich, im Bereich der Konsumbesteuerung insgesamt so drauflegen, dass es auch wieder die Armen bezahlen müssen, um dann wie versprochen die Senkung der Einkommensteuer für die FDP-Klientel zu finanzieren.</p>
<p><strong> INTERVIEW: EVA VÖLPEL</strong></p>
<p><span> </span></p>
<p></span><a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F06%2F11%2Fa0121&amp;cHash=dca4bced18" target="_blank">http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F06%2F11%2Fa0121&amp;cHash=dca4bced18</a></p>
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		<title>Interview in der HAZ zum Jubiläum der Hannoveraner Epiphanias-Gemeinde</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 14:19:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Veröffentlichungen]]></category>
		<category><![CDATA[Über mich]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine ehemalige Kirchengemeinde feiert ein Jubiläum, aus diesem Anlass hat mich die HAZ interviewt. Gerne habe ich diese Gelegenheit genutzt, um der Epiphanias-Gemeinde meine Glückwünsche für die nächsten 50 Jahre auszurichten.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine ehemalige Kirchengemeinde feiert ein Jubiläum, aus diesem Anlass hat mich die <a title="HAZ vom 20.05.2010" href="http://www.sven-giegold.de/wp-content/uploads/2010/05/HAZ_2010-05-20.jpg" target="_blank">HAZ interviewt</a>. Gerne habe ich diese Gelegenheit genutzt, um der Epiphanias-Gemeinde meine Glückwünsche für die nächsten 50 Jahre auszurichten.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>NRW fördert Massentierhaltung mit EU-Geldern</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 16:20:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europaparlament]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Veröffentlichungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor zwei Wochen habe ich gemeinsam mit Johannes Remmel MdL im Landtag NRW die von mir in Auftrag gegeben Studie zur Verwendung der EU-Strukturfördermittel präsentiert. Ein Ergebnis war, dass in Sachen Klimaschutz und Ressourceneffizienz erheblich ungenutzte Innovationspotenziale vorhanden sind &#8211; die NRW-Landesregierung schläft an dieser Stelle.
Zudem zeigt die Studie auch, dass die Verwendung der ELER [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor zwei Wochen habe ich gemeinsam mit <a href="http://www.johannes-remmel.de/" target="_blank">Johannes Remmel MdL</a> im Landtag NRW die von mir in Auftrag gegeben <a href="http://www.sven-giegold.de/wp-content/uploads/2010/04/Innovationspotenziale_NRW_Programme_Endversion-2010-04-23.pdf" target="_blank">Studie</a> zur Verwendung der EU-Strukturfördermittel <a href="http://www.sven-giegold.de/2010/was-macht-die-nrw-landesregierung-mit-dem-geld-aus-brussel/" target="_blank">präsentiert</a>. Ein Ergebnis war, dass in Sachen Klimaschutz und Ressourceneffizienz erheblich ungenutzte Innovationspotenziale vorhanden sind &#8211; die NRW-Landesregierung schläft an dieser Stelle.</p>
<p>Zudem zeigt die Studie auch, dass die Verwendung der ELER (Landwirtschaftsfonds) Mittel in NRW der Maxime &#8220;Masse statt Klasse&#8221; folgt. Dazu haben Fiona Schüler und Josef Wenninger aus meinem Büroteam weiter recherchiert und das Thema zu einem Flugblatt zusammengefasst: <a href="http://www.sven-giegold.de/wp-content/uploads/2010/05/Flyer_ELER_NRW2010-05-06.pdf" target="_blank">NRW fördert Massentierhaltung mit EU-Geldern</a>.  Bitte lesen und weiterverbreiten!</p>
<p>Auch und gerade in der Landwirtschaftspolitik muss in NRW im Sinne des Green New Deal entschieden umgesteuert werden. Wir brauchen eine Förderung von bäuerlicher Bio-Landwirtschaft statt industrieller Agro-Fabriken!</p>
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		<title>Interview zu Griechenland in den Aachener Nachrichten</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 09:49:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eurozone]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Veröffentlichungen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Meine Kollegen schütteln alle nur den Kopf&#8221; ist der passende Titel eines Interviews, das ich den Aachener Nachrichten zu Griechenland um dem unverantwortlichen Zögern der Bundesregierung in dieser Frage gegeben habe. Sie finden das Interview hier zum Download.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Meine Kollegen schütteln alle nur den Kopf&#8221; ist der passende Titel eines Interviews, das ich den Aachener Nachrichten zu Griechenland um dem unverantwortlichen Zögern der Bundesregierung in dieser Frage gegeben habe. Sie finden das <a href="http://www.sven-giegold.de/wp-content/uploads/2010/04/AachenerNachrichten_2010-04-29.pdf">Interview hier zum Download</a>.</p>
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		<title>&#8220;Kommunen unter Druck&#8221; &#8211; Diskussion mit amtierenden EKD-Ratsvorsitzenden Bischof Schneider</title>
		<link>http://www.sven-giegold.de/2010/kommunen-unter-druck-diskussion-mit-amtierenden-ekd-ratsvorsitzenden-bischof-schneider/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 09:24:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Europaparlament]]></category>
		<category><![CDATA[Mein Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Veröffentlichungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Montag konnte ich in der Brüsseler Vertretung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine spannende Debatte mit dem amtierenden EKD-Ratsvorsitzenden Bischof Nikolaus Schneider und dem Präsidenten des Diakonischen Werkes der EKD, Pfarrer Klaus-Dieter Kottnik zur finanziellen Situation der Kommunen führen.
Hier finden Sie dazu die Berichterstattung des Evangelischen Pressedienstes und die Meldung auf presseecho.de, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Montag konnte ich in der Brüsseler Vertretung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine spannende Debatte mit dem amtierenden EKD-Ratsvorsitzenden Bischof Nikolaus Schneider und dem Präsidenten des Diakonischen Werkes der EKD, Pfarrer Klaus-Dieter Kottnik zur finanziellen Situation der Kommunen führen.</p>
<p>Hier finden Sie dazu die Berichterstattung des <a href="http://www.epd.de/west/west_index_75141.html" target="_blank">Evangelischen Pressedienstes</a> und die Meldung auf <a href="http://www.presseecho.de/vermischtes/NA3731603097.htm" target="_blank">presseecho.de</a>, sowie hier die <a href="http://ekd.de/presse/pm87_2010_schneider_besuch_bruessel.html" target="_blank">Pressemitteilung der EKD</a>.</p>
<div id="attachment_779" class="wp-caption alignnone" style="width: 610px"><a href="http://www.sven-giegold.de/wp-content/uploads/2010/04/Schneider-Kommunen-023.JPG"><img class="size-full wp-image-779" title="Schneider Kommunen 023" src="http://www.sven-giegold.de/wp-content/uploads/2010/04/Schneider-Kommunen-023.JPG" alt="Foto: © Patrick Roger Schnabel" width="600" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: © Patrick Roger Schnabel</p></div>
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		<title>Gewerkschaften und Umweltbewegung: Helm und Halm</title>
		<link>http://www.sven-giegold.de/2010/gewerkschaften-und-umweltbewegung-helm-und-halm/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 10:39:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Green New Deal]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Veröffentlichungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Artikel von Sven Giegold für die Mitgliederzeitschrift der IG Metall.
Gewerkschaften und Umweltbewegung: Helm und Halm
 Es ist lange her, dass Umweltbewegung und Gewerkschaften sich unversöhnlich gegenüber standen: Hier die Rächer der Feldhamster und dort die Wachstumsfetischisten ohne Sinn für die natürlichen Lebensgrundlagen. Die Zeiten haben sich geändert. Heute müssen Umweltschutz und Gewerkschaften gemeinsam an Lösungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Artikel von Sven Giegold für die <a href="http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/internet/style.xsl/view_4393.htm" target="_blank">Mitgliederzeitschrift der IG Metall</a>.</p>
<h2>Gewerkschaften und Umweltbewegung: Helm und Halm</h2>
<div><span> </span>Es ist lange her, dass Umweltbewegung und Gewerkschaften sich unversöhnlich gegenüber standen: Hier die Rächer der Feldhamster und dort die Wachstumsfetischisten ohne Sinn für die natürlichen Lebensgrundlagen. Die Zeiten haben sich geändert. Heute müssen Umweltschutz und Gewerkschaften gemeinsam an Lösungen arbeiten.</div>
<div>Die Mehrheit in der Umweltbewegung und bei den Grünen hat gelernt, dass der Schutz der Natur nur mit den Menschen und insbesondere mit einer überzeugenden Antwort auf die wirtschaftlichen und sozialen Fragen der Zukunft geht. Umgekehrt sehen sich die Gewerkschaften durch Klimawandel und Ressourcenknappheit einem ökologisch getriebenen Strukturwandel aller Schlüsselindustrien gegenüber.</p>
<p><strong>Energieeffizienz</strong><br />
Die Energieversorgung muss weg vom immer teurer werdenden Öl und Gas. Dabei zeigen immer mehr Studien, dass der Umstieg auf Energieeffizienz und 100 Prozent erneuerbare Energien keine Spinnerei ist, sondern möglich und bereits im vollen Gange ist. Gerade die Maschinenbaubranche ist ein Gewinner dieser Strategie.</p>
<p>Ähnliches gilt für die Materialeffizienz. In der verarbeitenden Industrie liegen die Materialkosten mit circa 40 Prozent doppelt so hoch wie die Arbeitskosten. Diese Tendenzwirdsich angesichts global begrenzter Ressourcen fortsetzen.Die Industrie der Zukunft wird entweder energie- und materialeffizient sein &#8211; oder kaumüberlebensfähig. Neue Fundamente.</p>
<p>Die Mobilitätsindustrien Bahn, Busse, Autos und Luftverkehr stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Einerseits ist der zügige Ausbau von BahnenundöffentlichenVerkehrsmitteln angesagt. Andererseits mussdasAuto grünerwerden, also leichter, sparsamer undmit regenerativer Energie angetrieben.</p>
<p><strong>Mobilität</strong><br />
Für kurze Strecken bietet das Elektroauto hier die größten Chancen. Andere Länder, allen voran China, machen uns derzeit vor, wie dieser Wandel durch eine gezielte grüne Industriepolitik vorangetrieben werden kann. Die Chemieindustrie hängt am Tropf des Öls, der wichtigsten Rohstoffbasis. Auch hier sind Um baukonzepte in Richtung Effizienz und nachwachsende Rohstoffe gefragt. Die Branche, in der es früher stank und krachte, würde auch von einer konsequenten energetischen Sanierung des Gebäudebestands profitieren. Mit ordentlichem Dämmmaterial und mehr Anstrengungen in der Altbausanierung könnten wir nicht nur mehrere hunderttausend Jobs schaffen, sondern auch die Energiekosten der Bewohner langfristig senken.</p>
<p>Bei all dem geht es nicht um ein paar zusätzliche Ökoprodukte, sondern um einen ganz grundlegenden Umbau der Industrie. Wer diesen Wandel verschläft oder die notwendigen politischen Rahmensetzungen dafür behindert, wird die effizienten Produkte von anderswo einführen müssen. Es werden diejenigen Regionen und Unternehmen die Entwickler und Exporteure der Zukunft sein, die den notwendigen Investitionsschub zuerst zuwege bringen.</p>
<p><strong>Neue Allianzen<br />
</strong>In den USA und Großbritannien arbeiten Gewerkschaften und Umweltverbände in einflussreichen Bündnissen an der gemeinsamen Durchsetzung einer ökologischen Industriepolitik. Die Zahl der &#8220;blaugrünen Allianzen&#8221; wächst stetig. Das heißt nicht, dass nun alle Konflikte verschwinden. Auch weiterhin wird es Konflikte geben zwischen dem Wunsch nach Arbeitsplätzen und dem Wunsch, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen. Aber in Gewerkschaften und Umweltorganisationen setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass der Widerspruch nicht zwischen Arbeit und Natur, sondern zwischen alten umweltschädlichen Jobs und neuen Zukunftsbranchen besteht.</p>
<p>Die Grünen können von den Gewerkschaften lernen, wie wichtig die soziale Frage dabei ist. Der ökologische Wandel wird nur kommen, wenn er sozial gerecht gestaltet wird. Es war ein Irrweg, nur auf die Ökosteuer und die Verteuerung umweltschädlichen Konsumierens und Produzierens zu setzen. Vielmehr kommt es darauf an, mit einer modernen ökologischen Industriepolitik bezahlbare Angebote an Produkten und Arbeitsplätzen zu schaffen, damit sich die Menschen auch wirklich umweltfreundlich verhalten können.</p>
<p>Umgekehrt können Gewerkschaften in der Kooperation mit den Umweltverbänden lernen, wie man auch außerhalb von Arbeitskämpfen erfolgreich Kampagnen macht. Gerade beim Einsatz des Internets, aber auch bei der Stärkung der Glaubwürdigkeit der Organisationen, können Gewerkschaften von den Öko-Organisationen noch einiges lernen.</p>
<p><strong>Neue Aussichten</strong><br />
Ein Bündnis für den ökologischen Umbau der Industrie und umweltfreundlichen Konsumkönnte also sowohl für Gewerkschaften wie auch für die Umweltbewegungen, für gute Arbeit und die Natur ein großer Gewinn sein.Vielleicht wird sogar noch mehr daraus: Die politische Basis für neue gesellschaftliche und politische Mehrheiten, die spätestens 2013 die rückstandsfreie Entsorgung der schwarz-gelben Koalition erlaubt.</div>
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		<title>Griechenlandkrise: Langen-Forderung nach Euro-Austritt Athens ist populistisch und anti-europäisch</title>
		<link>http://www.sven-giegold.de/2010/griechenlandkrise-langen-forderung-nach-euro-austritt-athens-ist-populistisch-und-anti-europaisch/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 15:01:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fiona</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europaparlament]]></category>
		<category><![CDATA[Eurozone]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Veröffentlichungen]]></category>

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		<description><![CDATA[PRESSEMITTEILUNG &#8211; Brüssel, 26. April 2010
Griechenlandkrise:
Langen-Forderung nach Euro-Austritt Athens ist populistisch und anti-europäisch
Zu der Forderung des Vorsitzenden der CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament, Werner Langen, Griechenland möge aus der Eurozone austreten, erklärt Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Grüne/EFA im Europäischen Parlament:
&#8220;Die populistischen Äußerungen Werner Langens zu Griechenland sind völlig geschichtsvergessen und antieuropäisch. Der Pfälzer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>PRESSEMITTEILUNG &#8211; </strong><strong>Brüssel, 26. April 2010</strong></p>
<h1><span style="text-decoration: underline;">Griechenlandkrise:</span></h1>
<p><strong>Langen-Forderung nach Euro-Austritt Athens ist populistisch und anti-europäisch</strong></p>
<p>Zu der Forderung des Vorsitzenden der CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament, Werner Langen, Griechenland möge aus der Eurozone austreten, erklärt <strong>Sven Giegold</strong>, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Grüne/EFA im Europäischen Parlament:</p>
<blockquote><p><strong><em>&#8220;Die populistischen Äußerungen Werner Langens zu Griechenland sind völlig geschichtsvergessen und antieuropäisch. Der Pfälzer Langen sollte bald eine Fahrt zu seinem Landsmann Helmut Kohl in Oggersheim machen, um Nachhilfestunden in Europapolitik zu nehmen. Der Ausstieg aus der Eurozone ist in den EU-Verträgen nicht vorgesehen. Langens Behauptung, die Griechenlandhilfe sei in Deutschland nicht verfassungskonform, ist ebenso fragwürdig. Die Zinsen des Hilfspakets sind etwa so hoch wie die Marktzinsen, die ohne die aktuellen Spekulationswellen anfallen würden &#8211; damit sind sie aber keine Subvention. Fakt bleibt, dass die Griechenlandkredite für Deutschland ein gutes Geschäft sind: Kredite zu 3% aufnehmen und zu 5 % weitergeben sorgt für ansehnliche Gewinne.</em></strong></p>
<p><strong><em>Gewagt ist Langens Behauptung, Griechenlands Ausschluss stelle kein systemisches Risiko für den Euro dar. Nach einem Austritt Griechenland würden sich die Finanz-Hyänen das nächste Euroland vornehmen, was in einer Kettenreaktion die Existenz des Euro bedrohen würde. Aber CDU-Mann Langen will offensichtlich Griechenland den Spekulanten zum Fraß vorwerfen, wenn er meint, das Land solle nach seinem Euro-Austritt mit frei flottierenden Wechselkursen wieder wettbewerbsfähig werden.</em></strong></p>
<p><strong><em>Statt einzelne Länder aus der Eurozone ausschließen zu wollen, sollte Langen entschiedene Schritte zur Einführung einer europäischen Wirtschaftsregierung unterstützen. Damit könnten die notwendigen Anpassungsmaßnahmen energisch und sozial ausgewogen angegangen werden und Fälle wie Griechenland in Zukunft unmöglich gemacht werden.&#8221;</em></strong></p></blockquote>
]]></content:encoded>
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